Aufruf zum Sozialismus
Mit einem Nachwort von Siegbert Wolf
Zur Aktualität von Gustav Landauers "Aufruf zum Sozialismus"
Diese wohl wichtigste Schrift Landauers, 1911 zuerst erschienen, enthält eine bis heute aktuelle Kritik des Marxismus, aller autoritärer, zentralistischer Organisation, des Obrigkeitsstaates und kapitalistischer Warengesellschaft. Im Unterschied zum Marxismus, der eine einseitige Betonung der wirtschaftlichen Entwicklung sieht, befürwortet Landauer die gleichzeitige Entwicklung vieler gesellschaftlicher Bereiche: Das Bewusstsein für genossenschaftliche, föderative und kommunitäre Entwicklung, Austreten aus Staat und Gesellschaft, Zusammenschluss in sozialistischen Siedlungen und Produktionsgenossenschaften. Anstelle des Staates sollte der Bund freier Gemeinden und Verbände treten. Die Grundform der sozialistischen Kultur ist der Bund selbständig wirtschaftender und untereinander tauschender Gemeinden. Viele weitere Aspekte spricht Landauer an, wie beispielsweise Natur und Technik, Mensch und Technik, Wachstum, Mensch und Natur, das Individuum und seine Freiheitsrechte, soziale Verantwortung und soziale Gerechtigkeit. Wichtig ist für Landauer die Utopie selbst in kleinsten Schritten zu verwirklichen. Beginnen: "Gehen wir wenigen doch voran, damit wir die vielen werden*.
Eine der bedeutendsten Schriften des deutschen Anarchismus.
159 Seiten
Erscheinungsjahr 1998
12,65 Euro
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